Christlich Demokratische Union Deutschlands
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Aktuelles aus dem Verband


06/05 2010

Jonathan Martin bleibt CDU-Vorsitzender

Auf der Jahreshauptversammlung der CDU Dettingen wurde Jonathan Martin in seinem Amt als Vorsitzender der Dettinger Christdemokraten bestätigt. Dem neuen Vorstand gehören weiterhin an: Wolfgang Budweg (Stellvertretender Vorsitzender), Gerhard Beck (Finanzen), Clemens Rapp (Schriftführer) sowie die Beisitzer Dr. Michael Allmendinger, Jochen Buck und Jochen Rehm.

In seiner Rede blickte Jonathan Martin auf die erfolgreiche Arbeit der beiden vergangen Jahre zurück und zog eine überwiegend positive Bilanz. Er unterstrich, dass es neben den zahlreichen Wahlkampfaktivitäten gelungen sei, die Zahl der Mitglieder entgegen dem üblichen Trend wieder zu steigern. Martin betonte dabei die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverband und Gemeinderatsfraktion. Ziel der CDU müsse es weiterhin sein, für die Bürgerinnen und Bürger in Dettingen als Ansprechpartner in allen politischen Fragen vor Ort zur Verfügung zu stehen. Garant hierfür seien auch die Verbindungen zu den Mandatsträgern der CDU auf allen Ebenen: in Europa, Bund, Land, Kreis und Gemeinde gleichermaßen.

Fraktionsvorsitzender Wolfgang Budweg berichtete in seinem ausführlichen Rückblick über die Schwerpunkte der Fraktionsarbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr. Dabei hob er insbesondere die Haltung der CDU Fraktion zur aktuellen Finanzlage in der Kommune und der bevorstehenden Verabschiedung des Haushalts hervor. Er bezeichnete die in Dettingen ungewohnt späte und deshalb von manchen Bürgern kritisierte Verabschiedung auf der Grundlage jetzt klarer Zahlen für sinnvoll und richtig. Der Haushalt ist vorab auf seine Genehmigungsfähigkeit geprüft worden. Allerdings macht die mittelfristige Finanzplanung nach mehr als 20 Jahren ein moderates Anheben der Hebessätze ab 2011 nötig. Die Fraktion steht zu dieser Entscheidung und die Gemeinde bleibt damit weiterhin unter den Kreis- und Landesdurchschnitt, so Wolfgang Budweg.

Neben den Mitgliedern der CDU Dettingen nahmen auch der CDU Kreisvorsitzende und Landesgeschäftsführer Florian Weller sowie Kreisrat Helmut Vöhringer an der Veranstaltung teil. Beide nutzten die Gelegenheit, um aus ihrer Arbeit in den Gremien zu berichten und Fragen der Mitgliederschaft zur Kreispolitik zu beantworten.


17/12 2008

Ehrung von Siegfried Weber für 40 Jahre CDU-Mitgliedschaft

Karl-Wilhelm Röhm MdL, Siegfried Weber und Jonathan Martin (v.l.n.r.)

Im Dezember 2008 wurde Siegfried Weber, Stud.Dir. i. R., innerhalb der Mitgliederversammlung der CDU Dettingen für seine 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Grund genug, einen Blick auf sein kommunalpolitisches Wirken und damit auf einige Ausschnitte der Dettinger Geschichte zu werfen.

Im Januar 1946 gründete sich in Aulendorf die Christlich Demokratische Union von Südwürttemberg-Hohenzollern. Philipp Jakob Bischoff aus Dettingen gehörte zu ihren Gründungsmitgliedern. Bis zu seinem Tod im Jahre 1959 war er ebenfalls in Dettingen für die CDU und die junge Demokratie mit Erfolg tätig. Nach ihm war zunächst leider niemand bereit, Rektor Bischoffs politische Arbeit in Dettingen fortzuführen.

Es war Siegfried Weber, der zusammen mit Anderen im Jahr 1968 den Ortsverband der CDU in Dettingen wieder neu gründete mit dem Ziel, dringend notwendige Änderungen zu mehr demokratischen Entscheidungsprozessen im FWV/UB-beherrschten Gemeinderat zu erreichen. Eduard Quast (SPD) sah dies damals im SPD-Ortsverein ähnlich. Und so traten 1968 neben den Freien Wählern erstmals auch die CDU und die SPD, zwei politische Parteien, mit eigenen Listen zur Gemeinderatswahl an. Zu damaliger Zeit wurden immer nur die Hälfte der 16 Ratsmitglieder gewählt. CDU und SPD gewannen jeweils einen Sitz, Hans Beck kam als erster CDU-Gemeinderat ins Gremium.

1971 hatte die CDU dann erstmals drei Sitze gewonnen. Weber wurde in den Gemeinderat gewählt und wurde Fraktionsvorsitzender. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1995 inne. In seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender war die CDU im Rat meist mit 6 Sitzen vertreten.

1973 kandidierte Weber mit Erfolg für den Kreistag, dem er von da an bis 1999 angehörte. Von 1976 bis 1999 war er dort ebenfalls Vorsitzender der CDU-Fraktion und von 1984 bis 1999 auch erster Stellvertreter des Landrats im Landkreis Reutlingen.

Er hat den Regionalverband 1976 mit begründet und gehörte diesem wichtigen Gremium bis 1999 an. KBF, die Körperbehindertenförderung der Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb, wurde von ihm mit auf den Weg gebracht und ist mit seinen vielfältigen Angeboten für Menschen mit Behinderungen heute nicht mehr wegzudenken.

Sein besonderes Augenmerk galt wegen der enormen Zunahme von Hausmüll und Abfällen in den 70iger Jahren der Abfallwirtschaft des Kreises. Schon 1973 stand deshalb die Müllwiederverwertung und Wertstoffgewinnung im Mittelpunkt seines und im Denken und Handeln seiner politischen Weggefährten.

Webers Weitsicht und der CDU Dettingen haben es die Menschen im Tal unter anderem zu verdanken, dass die Voraussetzungen für die Wiederinbetriebnahme der Bahn, heute der Ermstalbahn, erhalten geblieben sind.

Entgegen Bestrebungen der Verwaltung und anderer politischer Kräfte, den Gleiskörper abzubauen und der Trasse der „B 28 neu“ zu opfern, hat sich die CDU immer ausdrücklich für deren Erhalt ausgesprochen und damit erreicht, dass das Erfolgsmodell „Ermstalbahn“ heute unseren Öffentlichen Personennahverkehr im Tal in ökonomisch und ökologisch sinnvoller Weise sicherstellt.

Seit Oktober 1971 verfolgte Weber zusammen mit der CDU Dettingen das Ziel, den ständig wachsenden Durchgangsverkehr auf der B 28 aus Dettingen herauszunehmen und durch eine Umgehung zu realisieren. Die Ende 1990 fertiggestellte Umgehung war eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Innenortes, der Ortskernsanierung. Schon 1968 hat die CDU Dettingen unter Federführung von Weber diese in einem 10-Punkte-Programm angesprochen. Aber erst 1980 erreichte die CDU Dettingen durch eine Initiative beim Ministerpräsidenten Lothar Späth, dass unsere Gemeinde in ein Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Renovierung der Backhäuser ist u. a. ein Ergebnis dieses Bemühens.
In der Folge haben sich Verwaltung und politisch Verantwortliche für die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm eingesetzt. Die Ortskernsanierung I wurde möglich und zum Wohl der Menschen in Dettingen realisiert.

Im Jahr 1996 wurde Siegfried Weber für sein herausragendes kommunalpolitisches Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Viele politische Entscheidungen in Dettingen zeigen die weitsichtige politische Denkweise Webers und tragen seine Handschrift. Die CDU Dettingen ist in ihren Anfangsjahren seit 1968 untrennbar mit seinem Wirken verbunden. – Dafür schulden nicht nur wir ihm besonderen Dank!


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